Hebamme in Berlin

Habe ich Anspruch auf Besuche der Hebamme?  Was macht sie? Brauche ich ihre Hilfe überhaupt?

Stillzeit

Jede schwangere Frau hat Anspruch auf den Besuch einer Hebamme sowohl vor der Geburt als auch in der Zeit nach der Geburt. Während meiner Schwangerschaft hatte ich meine eigene Hebamme, die täglich mit meinem Gynäkologen zusammenarbeitet. Im Westen ist es oft so, dass sich die Hebamme um die Schwangere kümmert und der Besuch beim Gynäkologen nicht so häufig ist. Sie besuchte mich jedoch nicht zu Hause, sondern ich kam zu den von ihr vereinbarten Terminen in die Praxis des Frauenarztes. Was die Termine nach der Geburt anging, so musste ich mir selbst eine Hebamme suchen und meine eigenen Termine vereinbaren. Es ist erwähnenswert, dass Sie sich schon früh in der Schwangerschaft eine Hebamme suchen sollten. Heutzutage werden in Berlin sehr viele Babys geboren, was es immer schwieriger macht, eines zu finden. Im Internet und in verschiedenen Facebook-Gruppen gibt es oft eine Liste mit polnischsprachigen Hebammen. Ich habe diese Liste nicht verwendet. In meinem Fall sah die Sache ein wenig anders aus. Auf einer Reise von Poznań nach Berlin (ich war schwanger und reiste zu einem Aufbaustudium an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań) traf ich eine Frau, die mit mir im selben Abteil reiste, und es stellte sich heraus, dass sie die Kontaktdaten einer netten Hebamme in Berlin hatte, die ihre Tochter und ihren Enkel besuchte. Leider konnte sie sich nicht mehr an ihren Namen und ihre Telefonnummer erinnern, versprach aber, mir ihre Daten per SMS zu schicken. Ich habe die Daten erst einen Monat später erhalten. Ich muss zugeben, dass ich das völlig vergessen hatte, aber ich war sehr froh, als ich die Nachricht erhielt und rief sofort die Nummer an. Leider sagte mir diese Hebamme, dass sie sich nicht um mich kümmern könne, da sie bereits einen vollen Terminkalender habe, aber sie war so freundlich, mir die Kontaktdaten einer Freundin von ihr zu geben. Auch diese hatte keine Zeit und ich bekam wieder die Nummer einer anderen Hebamme. So habe ich Frau Aneta Cieślak gefunden. Aneta vereinbarte mit mir einen Termin für einen Kennenlernbesuch, bei dem wir die für mich wichtigen Themen besprachen, einschließlich meines Wunsches zu stillen. Sie beriet mich auch, was ich noch kaufen sollte, und gab mir einige Broschüren über das Stillen, die Brustmassage und die Pflege von Neugeborenen. Wir trafen uns noch einmal vor der Geburt, und dann besuchte uns Aneta, nachdem wir das Krankenhaus verlassen hatten. Die Hebamme besuchte uns 10 Tage lang jeden Tag, wog unseren Sohn, zeigte uns, wie man ihn stillt, und kontrollierte den Zustand seines Nabels. Was mich betrifft, so kontrollierte Aneta die Kontraktion meiner Gebärmutter, überprüfte den Heilungsprozess meines Dammes, aber vor allem kämpfte sie für meine Milchbildung. Ja, ich verdanke es meiner Hebamme, dass ich meinen Sohn stille! Ohne ihre Beharrlichkeit und Unterstützung wäre mein Sohn mit Folgemilch gefüttert worden, weil er nicht zugenommen hat. Sie war es, die mir riet, ein alkoholfreies Malzbier und einen Tee von Weleda (Weleda Bio Stilltee Kräuterteemischung) zu kaufen, um die Laktation in Gang zu bringen". Es stellte sich auch heraus, dass unser Sohn an Gewicht verlor, nicht nur, weil die Milchbildung nicht angeregt wurde, sondern auch, weil er zu kalt war (ein Neugeborenes kann seine Körpertemperatur nicht regulieren). Der Sohn begann zuzunehmen, und unser Milchabenteuer dauert nun schon sechs Monate an. Mit der Zeit wurden die Besuche seltener, wir trafen uns einmal in der Woche, dann einmal im Monat, und wir machen einen weiteren Termin aus, wenn ich ihn brauche.Alle Besuche der Hebamme werden von der Krankenkasse finanziert. In den ersten 10 Tagen nach der Rückkehr zu Mutter und Kind kommt Hebamme jeden Tag (manchmal sogar zweimal am Tag). Zwischen Tag 10 und Woche 12 besucht sie die Mutter weitere 16 Mal. Die Hebamme kann die Mutter treffen, solange sie stillt (bis zu 8 Mal innerhalb von zwei Jahren).

Milchbildung anregen

Ich bin sehr froh, dass ich auf Aneta gestoßen bin. Sie ist eine Hebamme, die keine Mythen über die Ernährung einer stillenden Mutter wiederholt, sondern eine ganz neue Sichtweise auf die Mutterschaft und die Betreuung eines Säuglings hat. Wenn ich ein Dilemma oder eine Frage habe, kann ich sie jederzeit anrufen oder ihr eine Nachricht auf WhatsApp schreiben. Eine solche Hebamme ist eine große Hilfe (nicht zu verwechseln mit der Betreuung des Babys) und Unterstützung, insbesondere für eine Frau, die gerade ihr Debüt als Mutter gibt.

 

1 Kommentar zu „Hebamme in Berlin“

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